October 2008
Monthly Archive
Wed 15 Oct 2008
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Strecke:Â Thorsminden -> Ribe
Unterkunft: Camp(15.10.2008)
Tageskilometer: 148,57 km Fahrtzeit: 9:58:28 Durchschnitt: 15,29 km/h
Ich habe mich für heute telefonisch bei Martin in der Friskolen angekündigt. Das hätte auch bestimmt entspannt funktioniert, aber schon am Morgen bremst mich heftiger Gegenwind. Irgendwie ist das immer so, immer wenn ich mal richtig fahren möchte habe ich grauenvolles Wetter oder irgendwelche Pannen am Rad. Egal, das kenne ich schon, da muss man durch. Auf der Strecke begegnet mir Jakob, ein Landstreicher der seit 25 Jahren mit dem Rad durch Dänemark fährt, er ist auch schon mal bis Spanien gekommen, aber normalerweise bleibt er in Dänemark.
Die Fahrt nach Ribe zieht sich in die Länge, ich habe keine Karte von Dänemark und habe mich mit den Entfernungen etwas verschätzt. Es wird dunkel und es fängt an zu schütten. Über nicht beleuchtete Landstraßen bei strömendem Regen zu fahren ohne wirklich sicher zu sein, ob ich auf dem richtigen Weg bin ist eine spannende Erfahrung für mich. Ich nehme es als Orientierungsübung. Ich habe den Zielpunkt (Die Friskolen) im GPS und weiß zumindest immer in welcher Richtung und in welcher Entfernung (Luftlinie) mein Ziel liegt. Wenn ich durch Orte komme suche ich Infotafeln mit Karten, um mich zu orientieren. Es klappt alles sehr gut und gegen 00:00 Uhr komme ich endlich an. Der Regen ist mir an der Hose entlang in die Wanderstiefel gelaufen, aus den Schuhen kann ich das Wasser ausschütten und auch sonst bin ich so nass als wäre ich in meinen Sachen schwimmen gewesen. Martin ist leider nicht da, auch sonst niemand den ich kenne. Aber die Betreuer hier wissen genau was ich jetzt brauche. erstens eine Tasse Kaffee und dann eine heiße Dusche.
Mit meiner Station hier schließt sich für mich der Kreis aus meiner ersten und zweiten Reise und ich beende die Berichterstattung an dieser Stelle.
Ich freue mich schon auf die nächste Tour!!!

Tue 14 Oct 2008
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Strecke:Â Hanstholm -> Thorsminden
Unterkunft: Camp(14.10.2008)
Tageskilometer: 102,68 km Fahrtzeit: 6:03:38 Durchschnitt: 17,07 km/h
Mit der Fähre von Egersund nach Dänemark. Dann geht es zügig und bei gutem Wetter an der Westküste von Dänemark Richtung Süden. Natürlich habe ich wieder mit dem Wind zu kämpfen, aber insgesamt komme ich gut voran. Etwas überrascht bin ich als mir ein Tourenradler entgegenkommt. Werner macht eine kurze Tour von Deutschland nach Hanstholm. Mit dieser Tour macht er seine Europadurchquerung komplett. Er ist letztes Jahr von Gibraltar nach Deutschland gefahren und vor einigen Jahren von Hanstholm mit der Fähre nach Norwegen und von dort zum Nordkap. Dieses Jahr hat er sich vorgenommen das fehlende Teilstück zu schließen.









Sat 11 Oct 2008
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Strecke:Â Sola -> Egersund
Unterkunft: Camp(11.10.2008)
Tageskilometer: 116,83 km Fahrtzeit: 8:17:25 Durchschnitt: 14,35 km/h







Fri 10 Oct 2008
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Strecke:Â Stavanger -> Sola
Wetter: Regen, Wind und viel Verkehr
Unterkunft: Camp(10.10.2008)
Tageskilometer: 21,73 km Fahrtzeit: 1:49:02 Durchschnitt: 12,33 km/h
Städte sind bei schlechtem Wetter besonders großer Mist und diese Stadt hier hört gar nicht auf und es schüttet wie aus Eimern. Ich mache erst mal Station in einem Business Hotel. Kaffee und Internet bis ich keine Lust mehr habe und mich wieder in den Regen traue.
Das Wetter wird immer schlimmer und schon nahe Sola nehme ich mir eine Hütte.

Thu 9 Oct 2008
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Strecke:Â Haringstadt -> Skudenshaven -> Stavanger
Wetter: Sonne
Unterkunft: Camp(09.10.2008)
Tageskilometer: 41,18 km Fahrtzeit: 3:25:41 Durchschnitt: 12,41 km/h
Das tut gut, der Regen hat aufgehört und ich radel bei tollem Licht nach Skudenshaven. Dort habe ich natürlich nichts besseres zu tun als mir erst mal wieder einen Internetzugang zu suchen. Leider und überraschenderweise ist das in Skudenshaven gar nicht so einfach. Das Touristoffice hat geschlossen, und andere Möglichkeiten lassen sich erst mal nicht ausfindig machen. Bis mir ein Mann anbietet bei ihm zu Hause das Internet zu nutzten. Wir unterhalten uns sehr nett, er erzählt mir sein halbes Leben, seine Frau macht mir einen Kaffee und ich bekomme Kuchen dazu. Seine zwei Kinder bestürmen mich mit Fragen und zum Abschied bekomme ich noch ein Erste Hilfe Paket geschenkt.
Jetzt muss ich mich aber sputen um die Fähre noch zu bekommen, die nächste Fähre fährt erst gegen Abend.
In Stavanger fühle ich mich ganz wohl, auch wenn es hier schon sehr städtisch ist, gibt es hier ein paar nette Ecken und es wirkt nicht ganz so hektisch. Ich fahre auf den Campingplatz Mosvatn der am Rande eines Stadtparks liegt. Allerdings liegt der Campingplatz mehr oder weniger integriert in dem Park. Das heißt die Parkbesucher fahren direkt an den Campingwagen vorbei. Irgendwie finde ich das hier richtig doof. Ich finde wieder niemanden bei dem ich mich anmelden könnte….. also keine Duschmarken und kein Internet….
Ich fühle mich nicht wirklich wohl hier, entschließe mich dann aber doch zu bleiben, da es schon dunkel wird und ich in der Nähe von Stavanger vermutlich nicht so einfach einen geeigneten Platz finden werde. Ein junger Mann kommt mit seinem Motorroller durch den Park und hält unweit von meinem Zelt an und durchsucht die Wiese nach irgendetwas. Er sammelt fleißig und sehr lange. Ich werde neugierig und frage ihn was er da tolles sucht. Er sammelt kleine Wiesenpilze, die nach dem Regen zu Hunderten hervorsprießen. Er hat schon eine große Tasche voll. Die kann man essen, meint er. Meint aber netterweise dazu, dass die halluzinogene Wirkung haben. Ich hab’s ja immer gesagt, Reisen bildet, wieder was dazugelernt.









Wed 8 Oct 2008
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Strecke:Â Buavag -> Haugesund -> Haringstadt
Wetter: Regen
Profil: kurze knackige Steigungen
Unterkunft: Camp(08.10.2008)
Tageskilometer: 57,10 km Fahrtzeit: 4:52:13 Durchschnitt: 11,95 km/h
Es hat die ganze Nacht geregnet und ich wache morgens in einer Pfütze auf. Zum Glück hat mein Zeltboden einen hochgezogenen Rand. Mehrere Zentimeter hoch steht das Wasser und schwappt beinahe hinein. Vorsichtig, damit nicht noch ein Unglück passiert packe ich meine Sachen und mache mich auf den Weg.
Am Fähranleger habe ich ein wenig Zeit mein Zelt wieder etwas zu trocknen. Die Nacht verbringe ich im Wald nahe Haringstadt.

Tue 7 Oct 2008
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Strecke:Â Sandvikvag -> Langevag -> Buavag
Profil: norwegisch
Wetter: trocken
Unterkunft: Camp(07.10.2008)
Tageskilometer: 76,64 km Fahrtzeit: 5:28:28 Durchschnitt: 14,19 km/h




Mon 6 Oct 2008
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Strecke:Â Bergen -> Sandvikv
Profil: Eine anstrengende Steigung, sonst gut befahrbar
Wetter: überwiegend trocken
Unterkunft: Camp(06.10.2008)
Tageskilometer: 65,39 km Fahrtzeit: 5:25:17 Durchschnitt: 12,41 km/h






Sun 5 Oct 2008
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Unterkunft: Camp(05.10.2008)
Ich komme mit dem Schiff in Bergen an und fahre von Bord! Wohlgemerkt, ich “fahre” von Bord. Letztes Jahr, als ich von Island gekommen bin, musste ich mein nicht mehr fahrtüchtiges Rad von Bord schieben, was mir so gar nicht gepasst hat.
In Bergen kenne ich mich noch aus und fahre zielstrebig zum Travel Hotel. Abends gehe ich zu der tollen Pizzeria in der ich mich letztes Jahr so wohl gefühlt habe. Leider existiert die Pizzeria nicht mehr und ich muss mir was anderes suchen.
In Bergen gibt es keine Campingplätze, die Campingplätze liegen alle recht weit außerhalb. Es gibt zwei Jugendherbergsähnliche Einrichtungen, wovon die eine letztes Jahr um diese Zeit schon geschlossen hatte und in der anderen gab es nur 16 Bett Zimmer. Mit meinem ganzen Gepäck ist mir das zu chaotisch. Das Travel Hotel ist das günstigste Hotel in Bergen. Der Preis ist allerdings von ca. 640,- kr auf ca. 740,- kr gegenüber dem letzten Jahr gestiegen. Es gibt kein Frühstück sondern nur ein belegtes Brötchen, ein Päckchen Orangensaft und ein Stück Obst. Das “Frühstück” wird morgens an die Tür gehängt. Instantkaffeepulver bekommt man reichlich und heißes Wasser kann man sich selber machen. Ich beschließe heute, dass ich mir beim nächsten Besuch in Bergen ein anderes Hotel suche, ca. 200,- kr mehr investiere und dafür auch ein vernünftiges Frühstück bekomme.



Sat 4 Oct 2008
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Strecke:Â Â Hurtigruten: Molde -> Bergen
Unterkunft: Eine Nacht auf dem Schiff
Alle Planungen über den Haufen werfend nehme ich spontan von Molde nach Bergen die Hurtigruten.

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