Norwegen


Strecke:   Haukland -> Leknes -> Gravdal
Unterkunft: Camp(30.08.2008)
Wetter: Sonne
Profil:
wellig
Tageskilometer:
21,77 km Fahrtzeit: 1:26:42 Durchschnitt: 15,9 km/h

Trish fliegt in wenigen Tagen von Stockholm nach Dublin. Mit dem Rad ist das nicht mehr zu schaffen. In Norwegen ist der Fahrradtransport mit der Bahn kein Problem, aber in Schweden ist das nicht so einfach. Sie macht sich jetzt zügig auf den Weg zur Fähre, um dann irgendwie rechtzeitig nach Stockholm zu kommen.

Viel Glück und eine schöne und interessante Zeit!

Wie ihre Reise weiterverlaufen ist kann man unter  Trishcanfish nachlesen.

Trish

Haukland Beach

Haukland Beach

Seeadler

Hnefatafl (Der Tisch der Könige)

Hnefatafl

Das Spiel wird von zwei Personen gespielt. Der Angreifer spielt mit den 24 schwarzen Steinen und versucht den König zu fangen. Der Verteidiger spielt mit den 12 weißen Steinen und dem König (das geschnitzte Stück Holz in der Mitte).

Die Figuren können horizontal und vertikal bewegt werden, nicht diagonal. Ein Spielzug kann über beliebig viele Felder gezogen werden. Dabei können andere Figuren nicht übersprungen werden. Der Spielzug ist also spätestens zu ende wenn die Figur auf eine andere Spielfigur (Soldat oder König) trifft. Der König ist die einzige Figur, die in der Spielfeldmitte und in den vier Ecken stehen darf. Die Ecken sind die Burgen in die der König zu fliehen versucht. Die anderen Figuren können die Spielfeldmitte nicht betreten, wohl aber darüberspringen wenn der König nicht darauf steht. Der König wird in der gleichen Weise bewegt wie die übrigen Figuren. Sobald der König eine der vier Burgen (Ecken) erreicht hat, hat der Verteidiger das Spiel gewonnen.

Der Angreifer hat gewonnen wenn er den König gefangengenommen hat. Dazu muss der König mit vier schwarzen Steinen umzingelt werden, so dass der König sich nicht mehr bewegen kann.

Alle Figuren, abgesehen vom König können geschlagen werden. Ein Soldat fällt wenn er einen Gegner in einem horizontal oder vertikal angrenzendem Feld neben sich hat und ein weiterer gegnerischer Soldat auf das gegenüberliegende Feld gezogen wird. Der Soldat fällt also wenn er horizontal oder vertikal umzingelt wird. Der Soldat fällt nicht wenn er sich selbst zwischen zwei gegnerische Steine bewegt.

Hnefatafl

 

 Odin
Odin

Odin ist die höchste und erste Gottheit. Er ist vielseitig. Odin ist sowohl Kriegs-und Totengott, als auch der Gott der Magie, der Ekstase und der Gott der Dichtkunst und der Runen. Odin ist ein Wanderer auf der Suche nach Wissen. Kein Opfer und Risiko ist ihm zu groß, um neues Wissen zu erlangen.

Eine seiner Frauen, Freia, hat neuerdings eine Schokoladenfabrik in Norwegen deren Erzeugnisse mich auf meiner Skandinavientour ständig begleiten und schon oft glücklich gemacht haben. Freia wird übrigens manchmal auch Frau Holle genannt.

Langhaus
Langhaus

Das hier zwischen 1983 und 1989 ausgegrabene Langhaus war 83 m lang und 9 m breit und in fünf Wohnräume unterteilt (Haupteingang, Wohnteil, große Halle, Lagerraum und Stall). Das Gebäude wurde später originalgetreu nachgebaut und ist wesentlicher Bestandteil des Wikingermuseums.

 Webwand
Webwand

Das Weben und die Heilkunst war den Frauen vorbehalten. Die Frauen backten das Brot und brauten das Bier, kümmerten sich um die Pferde und waren für die Erziehung der Kinder zuständig. Eine Frau konnte allerdings auf eigenen Wunsch auch zur See fahren, jagen und mit den Männern in die Schlacht ziehen. Ein Mann allerdings der weben, heilen und Brot backen wollte wurde vom Hof gejagt.

Die Frau des Hausherrn hatte die Schlüsselgewalt. Sie trug, wenn der Mann auf Handelsreise war oder in die Schlacht zog, die Schlüssel zu allen Truhen, Türen und Schränken. Männer und auch Frauen konnten sich unkompliziert scheiden lassen, dazu genügte es die Scheidung vor Zeugen, am Bett oder an der Haustür, zu erklären.

große Halle (Festhalle)
großer Saal

In der großen Halle wurden Hochzeiten gefeiert, Gespräche mit anderen Häuptlingen geführt und Opferfeste zu Ehren der Götter abgehalten. Bei Festen wurde starkes Bier ausgeschenkt, um den Göttern schnellstmöglich näher zu kommen. „Sprich, man wollte sich so schnell es geht die Rübe zuballern!“

Birkenrindenbeerensammeltragetasche
Birkenrindenbeerensammeltragetasche aus Birkenrinde

Die Birke wird mehr und mehr zu einem kleinen Wunder für mich. Die Blätter kann man essen, die Rinde ebenfalls (das Kambium). Die Birkenhaut ist hervorragender Zunder und auch Rinde und Holz eignen sich ideal, um ein Feuer anzuzünden. Im Frühjahr kann man einen leckeren, erfrischenden und gesunden Saft abzapfen, den man sich auch gleich in die Haare schmieren kann. Die Birke ist ein Pionierbaum, der auf nährstoffarmen Böden gut gedeiht und damit den Weg bereitet für andere Gehölze. Birken wachsen auch noch auf Island und sogar auf Spitzbergen, auch wenn sie dort so klein sind, dass sie kaum noch als Birke zu erkennen sind. Darüber hinaus haben die Wikinger ohne viel Aufwand eine haltbare Tragetasche aus der Birkenrinde angefertigt.

Herstellung von KerzenständernHerstellung von Kerzenständern

Holzbohrer
Holzbohrer

Werkzeugwand
Werkzeugwand

Die Werkzeuge der Wikinger unterscheiden sich kaum von den Werkzeugen die wir heute verwenden.

Feldbetten
transportable Feldbetten

Die Betten waren ein Stecksystem, so konnte man sie auseinandernehmen, auf einem Schiff platzsparend verpackt mitnehmen und überall wo man ankommt leicht wieder zusammensetzen. Sehr praktisch auf Reisen.

 Speis und Trank
Speis und Trank

Die Winkinger tranken leichtes Bier aus Hörnern. Das Bier war für lange Zeit das Brot der Wikinger. Die Herstellung von Brot (im Bild in dem Korb in der Mitte unten) wurde erst später bekannt. Das Brot wurde dann mit Mehl, Wasser und Schafsblut hergestellt, daher die dunkle Färbung. Daneben wurden Fische, Pilze und Früchte getrocknet, die so über Jahre haltbar blieben.

Das Brot war steinhart. Nichts für alte Leute mit schlechten (oder keinen) Zähnen. Die Wikinger wurden allerdings auch selten älter als 50 Jahre.

Unmännlich ist der alternde Mann, ist ein Sprichwort aus einer Sage. Ein Mann der nicht mehr segeln, auf einem Pferd sitzen, das Schwert schwingen oder eine Frau beeindrucken konnte, war nicht mehr viel wert. Es gab keinen großen Respekt vor dem Alter. Trotzdem schätzte man die Lebenserfahrung der Alten und deren Wissen über die Vergangenheit. (so aus einer Infotafel im Wikingermuseum abgeschrieben)

 Helme
Helme ohne Hörner

Helme aus Eisen waren schwer und teuer, kaum ein Wikinger trug einen Eisenhelm. Die Helme wurden im allgemeinen aus Leder gefertigt. Es gibt keine Quelle, Überlieferung, oder Zeichnung und auch keinen einzigen Fund der Hinweise darauf gibt, dass Wikinger Hörner an den Helmen trugen. Hörner an den Helmen sind aus der Zeit vor den Wikingern, überwiegend im Zusammenhang mit Schamanen und Magiern bekannt. Hörner an den Helmen sind im Kampf oder auf See auch denkbar unpraktisch. Auf See könnte man leicht in der Takelage hängenbleiben. Im Kampfgetümmel gilt das Gleiche. Dazu kommt, dass ein Schwert, dass eigentlich am Helm abgleiten soll sich leicht an einem Horn verfangen könnte und somit die volle Wucht des Schlages auf Kopf und Genick übertragen wird.

Wikingerboot
Wikingerboot

Wikingerboot

Strecke:   Haukland -> Wikinger Museum -> Haukland
Unterkunft: Camp(29.08.2008)
Wetter: Sonne
Profil:
wellig
Tageskilometer:
39,82 km Fahrtzeit: 1:49:30 Durchschnitt: 22,04 km/h

Früh am Morgen mache ich mich auf den Weg zum Wikingermuseum. Trish geht heute zu Fuß los und erkundet die Gegend.

Ich rolle gemütlich auf dem Radweg bergab durch den kleinen Ort Borg, auf meinem Weg zum Wikingermuseum. In meiner üblichen, gemütlichen, aber nicht ganz ungefährlichen Haltung.  Die Arme lässig durch den Multifunktionslenker gelegt und die Hände vor der Lenkertasche verschränkt. Mein Glück, dass ich wenigstens nach vorne gucke. Ein Auto schießt unmittelbar vor mir aus einer Einfahrt und bleibt mitten auf dem Radweg stehen. Ich sehe keine Chance mehr das Rad noch rechtzeitig abzubremsen. Die Hände zurück an die Bremsen, Lenker einschlagen und Vollbremsung einleiten. Mit blockierenden Rädern rutscht das Hinterrad rum und ich komme quer zur Fahrtrichtung neben dem Auto zum Stehen. Der linke Fuß ist aus der Pedale ausgeklinkt, steht auf dem Boden und stützt mich ab. Der rechte Fuß ca. 5 cm neben dem Wagen. Keine halbe Schrecksekunde später will ich den rechten Fuß auch ausklinken um dem Blindflugfahrer vor sein Blech zu treten, als der Fahrer Gas gibt und verschwindet. Mich lässt er, etwas verdattert auf dem Radweg stehen.

Das ist nicht fair! Ich sehe hier dem Tod ins Auge und diese blinde Bedrohung auf vier Rädern hat noch nicht mal was davon mitbekommen!!!! Wär der Wagen eine halbe Sekunde später aus der Einfahrt gekommen, wäre meine Tour mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beendet gewesen. Noch ein wenig später und über Wohl und Wehe hätten seine Bremsen entschieden. Mit Gepäck hätte das ganze auch anders ausgesehen. Richtig viel Glück habe ich gehabt und mein Bremsmanöver war eher ein Zufallsprodukt und keine bewusste Aktion.

Nach meinem Aufenthalt im Museum fahre ich zum Strand zurück. Trish hat sich inzwischen um das Essen gekümmert. Nachdem wir gestern jedes noch so kleine Stück Treibholz vom Strand gesammelt und verbrannt haben, hat sie heute auf ihrem Ausflug trockenen Seetang zusammengetragen, Holz war auch in der näheren Umgebung keines mehr zu finden. Zum Abendbrot hat sie Uferschnecken gesammelt und jede Menge Blaubeeren als Nachtisch.

Das Feuer brennt schon und ich habe das Gefühl nach Hause zu kommen. Klasse!
Haukland Beach

Camp am Strand

Haukland Beach

Bigorneau (Uferschnecken)

Strecke:   Eggum -> Haukland
Unterkunft: Camp(28.08.2008)
Wetter: trocken
Profil:
wellig
Tageskilometer:
31,5 km Fahrtzeit: 1:47:15 Durchschnitt: 17,78 km/h
The head

Küste bei Eggum

Strandgut

Küste bei Eggum

Küste bei Eggum

Berge und Licht

Bei Eggum

Eggum

Eggum

.....

Abendbrot

einer der 10 schönsten Strände Europas

Sonnenuntergang an einem der 10 schönsten Strände Europas

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