Die Zimmerpreisverhandlung im La VallĂ©e verlĂ€uft etwas seltsam, ist aber erfolgreich. Der Mann an der Rezeption besteht zunĂ€chst auf einem Preis von 240 DH fĂŒr ein klimatisiertes Zimmer mit Dusche und FrĂŒhstĂŒck. Das ist mir zu teuer. Ich erklĂ€re dem Mann, dass ich keinen Luxus brauche, ich möchte hier nur schlafen. Es dauert eine Weile, bis er einrĂ€umt auch ein gĂŒnstigeres Zimmer fĂŒr 150 DH anbieten zu können. Auf meine Frage, ob ich mir das Zimmer mal ansehen kann, gibt er mir dann doch eines der besseren Zimmer mit „heißer!“ Dusche und FrĂŒhstĂŒck fĂŒr die genannten 150 DH. Das Zimmer ist groß, schön und sauber, die Badezimmereinrichtung entspricht fast europĂ€ischem Standard, optisch nicht in allerbestem Zustand aber sauber, alles funktioniert und es gibt sogar Toilettenpapier. Bei einem kurzen Spaziergang durch die Umgebungs des Hotels finde ich knapp 200 Meter entfernt noch ein Internetcafe, wo ich kurz meine Mails lesen kann.

ZurĂŒck im Hotel erwartet mich Youssef, der Hotelbesitzer, der mich zum Tee einlĂ€dt und meinen ReisefĂŒhrer sehen möchte, um sich den La VallĂ©e Eintrag anschauen zu können. Er spricht sehr gutes Deutsch und ist ungeheuer eloquent und das in 7 Sprachen. Er spricht neben Arabisch und den drei Berberdialekten, Französisch, Englisch, Spanisch, Belgisch und Deutsch.

Ich gönne mir im geschmackvoll, orientalisch eingerichtetem Hotelrestaurant noch ein GemĂŒseomelett bevor ich, sehr zufrieden mit dem Tag, schlafen gehe.