2012 Juli » Jörg on Tour

Juli 2012


27.07.2012 – 31.07.2012

Auf der 54 geht es vorbei an Breiðabólstaður wo Erik der Rote zwei Männer erschlagen hat die ihm seine Bettpfosten nicht wieder geben wollten, woraufhin er von Island verbannt worden ist. Es geht ebenfalls vorbei an beeindruckenden Bergen auf meiner Linken und einer herrlichen blauen See auf meiner Rechten. Die Strecke ist landschaftlich ein weiteres Highlight der Tour. Ich komme früh in Stykkishólmur an und nehme mir viel Zeit für den Ort. Stykkishólmur ist angenehm, hat Charme und Atmosphäre obwohl der Ort etwas zu touristisch ist für meinen Geschmack. Der Ort ist nicht zu groß, was man von dem riesigen Campingplatz am Ort nicht behaupten kann. Ich nehme mir viel Zeit das Treiben am Hafen zu beobachten und auf mich wirken zu lassen. Die Sonne scheint bei strahlend blauem Himmel während mir ein ständiger, frostiger und starker Wind um die Ohren fegt.

Ein paar neuere und einige alte von der See gezeichnete Fischerboote liegen im Hafen. Ich mag es wenn man den Booten die rauhen Bedingungen unter denen sie eingesetzt werden ansehen kann. Auch die Menschen an Deck passen äußerlich oft zu Ihren Booten.

Nachdem ich Hafen, See und die Atmosphäre hier lange genug auf mich habe einwirken lassen buche ich eine Bootstour durch die zahlreichen an der Küste liegenden Inseln für den nächsten Tag.

Die Tour ist abwechslungsreich, es gibt Papageitaucher zu sehen. Auch wenn es längst nicht so viele sind und ich vom Boot aus natürlich nicht so nah an sie herankomme wie auf meiner letzten Tour auf den Klippen bei Tjörnes, ist es doch schön die faszinierenden Tiere wieder zu sehen. Die Tour geht vorbei an den Geisterfelsen wo früher die gehängten Piraten als abschreckendes Beispiel so lange hängengelassen wurden bis sie vom rauhen Seewetter restlos verwittert waren. Wir fahren zu der Insel auf der Erik der Rote sich für eine Weile aufgehalten hat bevor er nach Grönland aufgebrochen ist und weiter vorbei an eindrucksvollen Basaltsäulen.

Muscheln und Seeigel werden unterwegs als super frischer Snack vom Meeresgrund geholt. Eine wirklich entspannende Bootstour bei nach wie vor blauem Himmel und bestem Wetter.

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Uferschnepfe

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Auf der 54 Richtung Stykkisholmur

Stykkisholmur

Papageitaucher

Eissturmvogel

Dreizehenmöwen

Dreizehenmöwe

Papageitaucher im Flug

Kormoran

Kormoran

Insel bei Stykkisholmur

Basaltsäulen

Basaltsäulen

Frisch gefangener Snack

Snackbar

Jakobsmusschel mit Zitrone

frischer Seeigel

Hübsch, aber die lila gefärbten sind nicht besonders lecker

Papageitaucher

Papageitaucher

Jakobsmuschel

Meine Tour rund um die Snæfellsnes Halbinsel geht weiter durch eine farbenfrohe felsige, vulkanische Landschaft die an das Hochland erinnert. Hochlandoptik ohne rauhe Pisten und ohne durch die Berge zu fahren. Rauhe, moosbewachsene Lavafelder, rot gefärbte Berge und Ebenen und hin und wieder etwas grüne Küste und und kleine Fischerorte. Der Berg Kirkjufell zieht mit seiner ungewöhnlichen Form für eine Weile meine Aufmerksamkeit auf sich.  Nicht nur die keilförmige Form die an eine Kirche erinnert ist bemerkenswert sondern auch die geologische Entstehung und, wie ich einer Infotafel am Berg entnehmen  konnte, die Bereiche umgepolten Erdmagnetfelds im Gestein.

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Kirkjufell

Kirkjufell

Wasserfall

im Hafen in Rif

im Hafen in Rif

Der gewaltige Snæfellsjökull, dessen ca. 700.000 Jahre alter Zentralvulkan zuletzt vor ca. 1800 Jahren ausgebrochen ist und der in dem bekannten Roman von Jules Verne zum Einstieg in die Unterwelt  auf dem Weg zum Mittelpunkt der Erde wurde, dominiert die Halbinsel und es soll beeindruckend sein während der Umrundung den Berg, Vulkan und Gletscher zu sehen. Leider versperrt mir das Wetter den Blick auf auf den Berg mit der weißen Gletscherkuppe. Nicht mal für eine Minute, nicht mal andeutungsweise zeigt er sich. Ab und an werfe ich einen Blick nach links in den Nebel, aber außer Nebel ist da nichts zu sehen.

Während ich den westlichen Zipfel der Halbinsel erreiche, den Snæfellsjökull umrunde und wieder in Richtung Osten drehe passiert was ich fast schon erwartet habe. Der Gegenwind, der mich heute mal wieder  daran erinnert, dass ich auf Island bin, kommt die ganze Zeit von vorn obwohl ich komplett die Richtung gewechselt habe.

Die Kullisse ist wieder skurril. Flaches Land, ohne viel Struktur und spärlich bewachsen von ein paar vertrocknet wirkenden Grasbüscheln und unauffälligen Pflanzen. Unbestimmt weit, aber ziemlich weit entfernt gibt es ein wenig Struktur in Form von Hügeln und Bergen, die aber von tief hängenden Wolken oder nebligem Dunst verschleiert werden. Eine Landschaft in der man kaum bemerkt, dass man sich gegen den kalten, feinen Sprühregen vorwärtsbewegt. Bedingt durch den Gegenwind, bewege ich mich auch tatsächlich fast gar nicht vorwärts….. Gleichmütiges, meditatives Kurbeln ist angesagt.

Rund um Snaefellsnes- Gegen den Wind

Rund um Snaefellsnes

Bei kaltem, feinem Dauerregen und Gegenwind bleibt man nicht wirklich trocken. Obwohl ich eigentlich inzwischen wieder soweit bin, dass ich um Campingplätze eher einen Bogen mache, zieht es mich heute doch durch diese ziemlich vernebelte und verregnete und deshalb strukturlose Landschaft hin nach Arnarstapi. Dort soll ein Campingplatz sein und ich freue mich schon auf eine heiße Dusche. In Arnarstapi ist tatsächlich ein Campingplatz, aber leider einer ohne Duschen. Es ist zwar schon spät, aber ein Platz ohne Duschen macht heute wirklich keinen Sinn. Weiter zu fahren ist eine gute Entscheidung. Die Wolkendecke reißt auf, der Regen hört auf und in dem sich nach und nach ebenfalls legendem Wind trocknet meine Kleidung in kürzester Zeit. Mit über 130 Kilometern wird das heute eine meiner längsten Etappen auf Island.

Rund um Snaefellsnes

Rund um Snaefellsnes

Am nächsten Tag fahre ich erst nach Borganes und holte mir dort am Postamt meine Bremsklötze ab, die ich mir von Akureyri aus vor ein paar Tagen bestellt hatte weil mein erster Satz sich erschreckend schnell abgefahren hatte. Von dort rolle ich dann noch kurz entlang der 50 Richtung Reykholt. Schon kurz hinter der Brücke über die Grimsa „zwingt“ mich eine traumhaft schöne Pausenstelle an einem Bachlauf zu einer Rast, die ich dann auch gleich bis zum nächsten Morgen ausdehne während ich in der Nacht den Sonnenumgang verfolge.

(Sonnenumgang, weil die Sonne ja weder unter- noch aufgeht.)

Zwischen Borganes nach Reykholt

Zwischen Borganes nach Reykholt

Zwischen Borganes nach Reykholt

22.07.2012 – 26.07.2012

Dank beheizter Duschräume und viel Zeitungspapier habe ich tatsächlich über Nacht meine Stiefel wieder trocken bekommen. Gestern habe ich noch schnell ein paar dringende Besorgungen gemacht. Neue Schnürsenkel, da meine in Fetzen  hängen, eine neue Kette fürs Rad und eine Batterie für den Tacho  bei dem mundfaulen Fahrradschrauber der mich vor fünf Jahren bei meinem Tretlagerschaden bitter enttäuscht hat. Dieses Mal wirkt er ganz sympathisch und auch durchaus fähig, vielleicht war ich damals auf meiner ersten Tour selber etwas unentspannt und ungeduldig. Magura Bremsklötze für Felgenbremsen hat er allerdings leider – wie auch vor fünf Jahren – noch nie gesehen. 😉 Schade, ich hab zwar ein Ersatzpaar mit, aber der Verschleiß war größer als erwartet und ich musste schon vorgestern auf der F821 das erste Paar dringend austauschen und ich bin gerade mal 10 Tage hier. Die Bremsklötze bestelle ich mir vorsorglich, postlagernd nach Borganes.

Ausrüstungs und Fahrradpflege bis um 12:00 Uhr. Ich bin fit, brauch aber noch etwas Ruhe und viel Kaffee wie mir meine dick geschwollenen Augenlider verraten. Nach ausgiebiger Kaffeepause in Akureyri rolle ich noch ein Stückchen weiter nach Gasir, wo ich einen gigantischen und beeindruckenden Regenbogen über dem Eyjafjördur zusammen mit einer Gruppe Franzosen genießen kann. Eigentlich wollte ich heute früh schlafen, aber die Franzosen laden mich zu Bier und Abendessen in ihre Wohnmobile ein und es wird ein langer, lustiger und gemütlicher Abend in dessen Verlauf ich Gelegenheit bekomme meine französich Kentnisse wieder herauszukramen und zu entrosten.

Kirche in Akureyri

Akureyri

Jörg

Regenbogen über dem Eyjafjördur bei Gasir

Die Fahrt Richtung Varmalið ist ein Déjà-vu. Ich vermute, dass die Ringstraße auf dem Stück nicht viel zu bieten hat. Jedenfalls versteckt sich die Gegend in dichtem Nebel bei Dauerregen, der teilweise in nassen Schnee übergeht, genau wie sie es vor 5 Jahren gemacht hat. Bei Temperaturen zwischen 1°C und 5°C fallen meine Pausen heute kurz aus. Ich muss schon etwas in die Pedale treten, um auf Wohlfühltemperatur zu bleiben. Auf dem letzten Stück nach Varmalið bremst mich dann noch der Gegenwind auf unter 10 km/h.  In Varmalið steuere ich sofort den Campingplatz an und springe sofort in den alten Hot-Pot. Leider zieht mir der eisige, starke Wind heute mehr Wärme aus dem Kopf als der Hot-Pot nachliefern kann.

Ruhiger angehen lassen wollte ich es. Wind und Wetter haben mir das heute nicht gegönnt. Aber Island ohne schlechtes Wetter wäre nicht Island und in den letzten Tagen bin ich wirklich verwöhnt worden.

Kirchdorf Glaumbær

Torfhäuser im Museumsdorf Glaumbær

Kinderwagen werden in Island auch bei leichten Minusgraden vor der Haustür abgestellt

Sauðárkrókur

Am Strand bei Sauðárkrókur

Islandschaf

grün, Bach, Hügel, Sonne und saukalt

744 Richtung Blönduós

Abgelegener Hof und kleines Wasserkraftwerk (Generatorhäuschen)

744 Richtung Blönduós

744 Richtung Blönduós

Regenbrachvogel

Regenbrachvogel

744 Richtung Blönduós

Die Blanda an der 744 Richtung Blönduós

744 Richtung Blönduós

Blick auf die Blanda vom Campingplatz in Blönduós aus

Die Fahrt über Sauðárkrókur nach Blönduós ist traumhaft und bei herrlichem Sonnenschein trotz eisiger Temperaturen ein Genuss. Das ist der Tag Entspannung den ich mir gewünscht habe. 🙂


Alte kleine Brücke nahe Brú

Nach 85 entspannenden (aber immer noch sehr kalten) Kilometern nach Brú muss ich feststellen, dass der auf meiner Karte eingezeichnete Campingplatz nicht existiert. Der ganze Abzweig bei Brú hat sich seit 2007 sehr verändert. Die Tankstelle mit kleinem isländischem Imbiss hinter der ich alternativ hätte campen können wurde durch einen großen Burger-Tempel ersetzt. Eher ungemütlich aber geeignet um sich aufzuwärmen. Ich nehme von dort aus die F586 Richtung Eiríksstaðir und bin begeistert von dem kurzen aber reizvollen Stück Hochlandpiste. Der aufziehende und nicht mehr aufhörende Regen treibt mich dann kurz vor Eiríksstaðir ins Zelt.

An der F586

An der F586

F586 Richtung Eiríksstaðir

F586 Richtung Eiríksstaðir

Camp in alter Schafsortieranlage

Camp in alter Schafsortieranlage

Mein Rad fertig zum Start in den Tag

F586 Richtung Eiríksstaðir

Schafe auf dem Weg

Richtung Eiríksstaðir

Richtung Eiríksstaðir

An der 586

Nach einem langen Aufenthalt am Freilichtmuseum in Eiríksstaðir mit einer beeindruckenden und lebendigen Museumsführung fahre ich weiter nach Búðardalur zum Einkaufen und dann zurück zu einer malerischen Zeltstelle mit mindestens einer Milliarden Mücken am Haukadalsvatn.

Einlass ins nachgebaute Langhaus von Erik dem Roten

Brot backen nach Wikingerart

Im Langhaus

Islandpferd

Camp am Haukadalsvatn

19.07.2012 – 21.07.2012

Die Strecke ab Gaesavatn zeigt sich mir heute in leichtem nebelgrau, fast konturlos. Das Wetter ist ebenso. Weder Fisch noch Fleisch. Ein feiner Nieselregen liegt die meiste Zeit über in der Luft. Die Kälte kriecht unter alle Kleidungsschichten. Die Piste ist gut zu fahren, und da sich die Strecke nur in leichten Wellen auf und abwärts bewegt kann ich recht gleichmäßig durch die einförmige Landschaft fahren. Menschen oder Autos begegnen mir auf der Strecke keine.

6:30 Uhr auf dem Weg nach Nyidalur

Brücke: Skjalfandafljot

Diese meditativen Strecken werden heute aber immer wieder von kleinen und größeren Furten unterbrochen. Teilweise lassen die Furten sich durchfahren, aber oft bleibt mir nichts anderes übrig als das Rad durchzuschieben. Die Sandalen, die ich mir zu diesem Zweck mitgenommen habe sind unverzichtbar. Das häufige Umziehen der Schuhe wird zur lästigen Routine und bremst mein Tempo deutlich. Das Wasser ist kälter, als das ich es noch als erfrischend bezeichnen würde. Ich werte es als durchblutungsfördernde Kneippkur.

Furten auf der F910

Das gibt kalte Füße

Ein Hindernis auf der F910

Eine der letzten Furten bevor die F910 auf die F26 stößt wird zur Herausforderung. Das Wasser fließt schnell und der Untergrund aus grobem Geröll sieht nicht vertrauenserweckend aus. Ich mache große Augen als ich sehe wie „Kiesel“ die in etwa so groß sind wie meine Vorderradtaschen von der Strömung durch den Fluss bewegt werden, langsam zwar aber doch besorgniserregend. Ich suche mir eine Stelle, die mir geeignet erscheint und teste erstmal ohne Rad ob ich hier gut durchkomme. WOW! Die Strömung reißt mit Kraft an meinen Beinen. Keine zwei Schritt und ich gebe auf, gehe wieder zurück und bin froh in dem reißendem Wasser auf dem unregelmäßigem Untergrund nicht den Halt verloren zu haben.

Für solche Furten habe ich mir Wanderstöcke mitgenommen, um hier besseren Halt zu haben. Meine Packtaschen befestige ich an einem Seil, dass ich mir zum Schulter-Brustgurt gebunden habe. Diesen improvisierten Brustgrut kenne ich vom Klettern, wobei man den Brustgurt zusammen mit einem zweiten Seil, dass man zum Sitzgeschirr bindet verwenden kann. Jeweils zwei Taschen kommen an den Brustgurt. So habe ich die Hände frei für die Wanderstöcke und komme sicher durch die Furt. Dreimal muss ich für die Taschen gehen und bin von meiner Idee begeistert. Falls es mich doch hinschmeißt geben mir die Taschen sogar noch Auftrieb.

Das Rad wird zum Problem. Aber bei den vorherigen Durchquerungen habe ich nach und nach eine geeignete Strecke durch die Furt gefunden und komme mit dem Rad auch irgendwie durch.

Zum Glück dauert es nicht sehr lange bis die Schmerzen in den eiskalten Füßen wieder nachlassen.

Die letzte Furt des Tages, kurz vor Nyidalur gilt als besonders schwierig, aber ich habe Glück. Die Furt führt heute recht wenig Wasser und ich komme entspannt durch und erreiche Nyidalur sehr früh am Tag.

Ranger und Rettungsteam haben mich schon an der Furt gesehen, fangen mich ab und versorgen mich mit Kaffee, Keksen und der Information, dass ein Sturm aus Richtung Landmannalaugar angesagt ist. Zu erwartende Windgeschwindigkeiten von 20 m/s. Ich hätte zwar noch einen Tag Gnadenfrist, aber wenn ich es morgen nicht bis Landmannalaugar schaffe, dann habe ich den Wind im Gesicht.

20 m/s im isländischen Hochland kenne ich noch recht gut von meiner letzten Tour 2007. Je nachdem wie sich das entwickelt ist das irgendwas zwischen ungemütlich, anstrengend und gefährlich. Jedenfalls muss ich mir das nicht antun wenn ich schon gewarnt werde. Ich überlege den Sturm hier auszusitzen, dass könnten aber leicht 5 Tage werden. Letztlich entscheide ich mich umzudrehen und Richtung Akureyri gewissermaßen vor dem Sturm aus dem Hochland zu fliehen.

letzte Furt vor Nyidalur

Nyidalur Mountain huts: In Nyidalur lässt es sich aushalten. Neben dem Campingplatz gibt es eine Schlafsackunterkunft mit reichlich Platz für Gäste. Eine Küche in der man sich selber bekochen kann und warme Duschen. Ein Platz zum wohlfühlen, aber nicht unbedingt ein Platz zum lange verweilen.

Ich verlasse Nydidalur

Früh am nächsten Morgen breche ich zusammen mit den beiden Engländern Ben und David Richtung Laugafell auf. Die Strecke ist gut befahrbar und die wenigen Furten sind unproblematisch. Während wir in dem traumhaften Hot Pot von Laugafell sitzen und es uns gut gehen lassen erreicht uns das schlechte Wetter. Der Regen hört nicht mehr auf und es fällt mir schwer, den Hot Pot wieder zu verlassen und weiter zu fahren. Aber ich möchte heute unbedingt noch ins Tal. Ben und David bleiben in Laugafell und kommen morgen nach.

Vorbereitungen zum Furten

Richtung Laugafell

Gemeinsam weiter Richtung Laugafell

Ben und David auf dem Weg nach Laugafell

gut gelaunt bei leicht regnerischem Wetter

F752 Richtung Laugafell

F821 Richtung Akureyri

F821 Richtung Akureyri

Die F821 ist in genauso schlechtem Zustand wie ich sie von 2007 in Erinnerung habe und durch den starken Regen wird die Abfahrt zu einem abenteuerlichen Erlebnis. Große Gesteinsbrocken von bis zu 40 cm Durchmesser liegen auf der Piste und ebensolche Löcher finden sich in der Fahrbahn. Die Abfahrt ist steil und rutschig, so dass ich mein Rad vorsichtig den Berg runterbremsen muss und stellenweise auch abwärts schieben muss. Die Strecke windet sich zusammen mit einem reißenden Bach der immer wieder die Piste kreuzt hinunter zum Fjord. Der Bach rauscht und donnert mit lautem Getöse hinunter. Die Geräuschkulisse des Baches gibt der Situation etwas unruhiges und bedrohliches. Von den steilen Hängen neben der Piste strömt überall Wasser über die Piste in den Bach. Manchmal als Rinnsal, manchmal als Bach und manchmal ist die Piste über hunderte von Metern überflutet. Die Schuhe sind jedenfalls nicht trocken zu halten. Es ist einfach zu kalt die ganze Strecke in Sandalen zu fahren. Die vielen kleinen Furten reichen über die Stiefelkante und das Wasser fließt in die Schuhe.

Ich komme nur langsam vorwärts und so zieht sich diese unruhige, abenteuerliche Abfahrt endlos hin. Autos oder Menschen begegnen mir auf der Strecke keine, nur gelegentlich sehe ich ein paar Schafe, die völlig unbeeindruckt von der ganzen Unruhe, der Kälte, dem Regen und dem Getöse irgendwo in Bachnähe grasen, oder gemütlich herumliegen, als hätten wir herrlichen Sonnenschein.

Nach einer Zwischenübernachtung an einer ruhigen Stelle, fahre ich am nächsten Tag weiter nach Akureyri. Auf den Camping Hamrar, wo ich 2007 schon sehr viel Zeit verbracht habe.

Die letzten Tage waren abenteuerlich, spannend und anstrengend. Jetzt lasse ich es erstmal etwas ruhiger angehen.

F821 Richtung Akureyri

Blick in den Eyjafjoerdur

Camp an der F821

F821 Richtung Akureyri: Weg und Bach sind kaum auseinanderzuhalten

F821 Richtung Akureyri

Briefkasten an der 821 Richtung Akureyri

Briefkasten an der 821 Richtung Akureyri

18.07.2012

Kistufell Hütte

Für mich völlig überraschend bin ich schon um 5:00 Uhr wach und erstaunlich fit. Die gestrigen Strapazen habe ich anscheinend ganz gut überstanden. 4,75 Liter Wasser habe ich gestern verbraucht, 2 Liter habe ich noch. Das sollte mehr als ausreichend sein, um bis zu den Gæsavötn zu kommen. Mein Tacho hat heute Nacht seine Funktion eingestellt, vermutlich war es für die Batterie zu kalt. Er erholt sich langsam, aber die gespeicherten Daten sind futsch.

Schon um 6:30 Uhr mache ich mich wieder auf den Weg, die Furten und Schwemmlandflächen die mich heute erwarten möchte ich wirklich früh morgens überqueren und ähnlich spannenden Situationen wie gestern damit aus dem Weg gehen.

Die Landschaft ist abwechslungsreich, skurril, schroff, unwirklich und fantastisch. Da ich es heute nicht eilig habe, kann ich der Landschaft, den bizarren Felsstrukturen und dem schmelzenden Gletscher mehr Aufmerksamkeit schenken als gestern. Aber ich bin doch noch viel zu schnell und nehme mir fest vor hier noch mal mit deutlich mehr Zeit durchzufahren.

Viel zu schnell habe ich mein Ziel für heute erreicht. Obwohl es noch nicht mal 12:00 Uhr ist als ich an den Gæsavötn ankomme bleibe ich bei meinem Plan hier Station zu machen und mein Zelt am Seeufer des extrem flachen Gewässers aufzuschlagen. Der Gänsesee (Gæsavatn) sollte in Mückensee umbenannt werden. Gänse sehe ich keine, aber Millionen von isländischen Mücken. Die isländischen Mücken stechen zwar nicht aber in derart großer Zahl und mit ihrer Angewohnheit in jede offen liegende Körperöffnung zu fliegen sind sie durchaus in der Lage jemanden in den Wahnsinn zu treiben. Angeblich sollen Pferde schon erstickt sein, weil die Mücken ihnen die Atemöffnungen verstopft haben. Ersticken tue ich zwar nicht, aber ein entspannter Aufenthalt vor dem Zelt ist erst möglich nachdem ich mir einen Mückenschutz für das Gesicht improvisiert habe.

Die Mücken verschwinden schon bald und gleichzeitig mit dem guten Wetter. Kaum dass es anfängt zu regnen sind sie fort. Ich verziehe mich ins Zelt und frage mich wo sich die Mücken vor dem Regen verstecken. Auch für Mücken bietet die Landschaft hier nicht gerade viele Unterstellmöglichkeiten.

Die Hütte an den Gaesavatn ist in Privatbesitz von ca. 50 Isländern, die hier abwechselnd Urlaub machen. Die Leute, die sich gerade dort aufhalten nehmen mich in der verregneten Nacht mit zu einem nahen Hot-Pot. Mitten in der schwarzen, kalten Steinwüste ist eine kleine, heiße Badeoase. Nach einem langen Bad in dieser vollkommen unwirklichen und völlig schwarzen Landschaft gibt es noch jede Menge typisch isländischen Mitternachtskaffee in der Hütte. Dazu Lachskuchen und mehr Informationen über Island, die Gaesavatnaleid und die Heißen Quellen als ich aufnehmen kann. Es ist lange nach 12:00 Uhr als ich durch den immer noch anhaltenden Regen wieder zu meinem Zelt zurückgehe.

Piste Kistufell -> Gaesavötn

Piste Kistufell -> Gaesavötn

Piste Kistufell -> Gaesavötn

Furt zwischen Kistufell und Gaesavötn

Piste (Kistufell -> Gaesavötn)

Am Vatnajökull

Der schmelzende Vatnajökull (Dyngjujoekull)

sandig aber noch gut zu fahren

Schneefelder auf der Strecke

frisches Wasser

Furt

überschaubare Schwemmlandfläche

Piste

Richtung Gaesavötn

Tolle Aussicht

schroffe Landschaft

Es geht wieder abwärts

Noch ein Stück durch die Steinwüste

Jörg

Vorsichtig rollen lassen

Angekommen an den Gaesavötn

Extrem nervige Mückenbelastung

Mückenschutz

Camp an den Gaesavötn

Gaesavatn Hütte (Privat)

17.07.2012

Morgens 3:30 Uhr: Abfahrt Richtung Nýidalur

Früh am Morgen mache ich mich auf den Weg. Ich habe 6,75 Liter Wasser im Gepäck, verteilt auf 2,75 Liter am Rad, 2 Liter in einem Ortlieb Wassersack und zwei Liter in PET-Flaschen in den Taschen. Wenn das nicht reicht muss ich improvisieren.

Ich möchte mir drei Tage Zeit nehmen für die Strecke. Erster Tag bis Kistufell, zweiter Tag bis Gæsavötn und dann weiter nach Nýidalur. Drei Tage für die Strecke ist eher langsam, aber ich möchte ja schließlich auch was davon haben. Der erste Tag wird vermutlich recht anstrengend, bin ich erstmal an der Kistufell Hütte, kann ich die übrigen zwei Tage locker angehen.

Die Strecke ist für Autos derzeit noch gesperrt, ich brauch also nicht mit eventuell notwendiger Hilfe von vorbeifahrenden Jeeps zu rechnen. Aber das hat auch sein Gutes, so habe ich wirklich meine Ruhe und werde auch nicht gelegentlich demoralisiert in Staubwolken stehen. 😉

Ich rechne damit für zwei bis drei Tage keinen Menschen zu treffen und auf mich allein gestellt zu sein. Das sind für mich immer die schönsten Etappen einer Tour.

An den Dreki Mountain Huts morgens 3:30 Uhr

Morgenstunden haben immer eine besondere Atmosphäre. Ich genieße es meinen Blick über das noch schlafende Camp wandern zu lassen. Betrachte die Zelte und Geländewagen, die sich hier an diesem besonderen Ort versammelt haben. Ich bin schon froh überhaupt hier gewesen zu sein und voller Vorfreude auf das was jetzt noch kommt.

Start von der Askja nach Nýidalur

F910 kurz nach verlassen der Askja

Ich komme gut weg, die Strecke ist am Anfang einfach zu fahren. Ich habe eine Wegbeschreibung von Matthias, den ich 2007 auf der Norröna getroffen habe. Nach dieser Wegbeschreibung kann ich die ersten 7 Kilometer noch gut fahren. Danach wird es anstrengend! Die Wegbeschreibung trifft es auf den Punkt. Nach genau 7 Kilometern ist Schluss. Eine gigantische tiefschwarze Sandfläche, die mich zum Schieben zwingt eröffnet sich vor mir.

Von Matthias habe ich auch den Tipp bekommen möglichst früh zu starten. In den Morgenstunden ist der Sand noch etwas feucht und damit fester und das Rad lässt sich so leichter schieben.

Ein guter Tipp, der mir allerdings nicht viel bringt. Es hat seit Wochen nicht geregnet und ich kann in den Fahrspuren nur in der ersten Stunde eine leichte Restfeuchtigkeit nutzen. Da ich neben der Reifenspur durch den höher gelegenen Sand laufen muss lehne ich mich leider zu stark auf das Rad und so sinken die Reifen noch tiefer ein.

F910: Morgens um 4:30 sind die Fahrspuren noch etwas feucht

Nach ca. einer Stunde ist auch das letzte bisschen Feuchtigkeit verschwunden. Das Schieben in den Reifenspuren bringt gar nichts mehr und ich wähle von jetzt an die offene gigantische Sandfläche. Das ich hier für mindestens 14 Kilometer einer Sandpiste folge, das wusste ich vorher. Das ich hier schieben muss und das es körperlich anstrengend wird ebenfalls. Das sind keine unerwarteten Unannehmlichkeiten, also auch nichts worüber ich mich ärgern könnte. Nicht geahnt habe ich, dass ich hier bei besten Bedingungen und bester Sicht durchkomme. Es ist etwas kühl, der Himmel ist blau und wird von ein paar weißen Wolken geschmückt. Die Sicht ist klar und die gigantische, endlos scheinende Sandfläche um mich herum wirkt wie unberührter Tiefschnee in den ich meine Spur ziehe, nur ist dieser Schnee eben schwarz und nicht weiß. Es ist still, ich höre meinen Atem, meine Schritte und beobachte wie der schwarze Sand von meinem Vorderrad mit jeder Umdrehung mit nach oben genommen wird und mit leisem kontinuierlichem Geräusch wieder herunterrieselt. Ich stapfe so gleichmäßig wie die Bedingungen es zulassen durch den Sand und genieße jeden Meter, jeden Schritt auf dieser Strecke.

Glück habe ich mit dem Wetter, Sonne, Sicht und Temperatur sind optimal und es weht kein Wind. Das Stück bei Gegenwind möchte ich mir nicht vorstellen. Pech habe ich mit dem Sand. Der ist pulvertrocken weil es so lange nicht geregnet hat. Der Sand ist weich und mein Rad sinkt tief ein. Ich habe für diese Schiebestrecke sowieso schon zu schmale Reifen (42“) und jetzt bremst der Sand noch mal besonders.

Egal, langsam und beharrlich komme ich Meter für Meter, Schritt für Schritt vorwärts.

kurze Schiebepause

Sand ist nicht gleich Sand. Es gibt Flächen auf denen sich das Rad leicht schieben lässt, es gibt aber auch Flächen in denen ich tief versinke und kaum vorwärts komme. Relativ schnell entwickele ich einen Blick für die besseren Stellen, versuche den Sand zu lesen und mir die Strecke so zu suchen, dass die Schieberei so leicht wie möglich wird.

Nach und nach und auf der Suche nach möglichst festem Sand entferne ich mich recht weit von der markierten Strecke. Gerade so weit, dass ich die Markierungspinne noch soeben in Sichtweite behalte.

Gæsavatnaleið: Spuren im Sand

Die Arme werden müde und ich denke an einen Tipp von Josef. „Das Rad lässt sich immer viel leichter ziehen als schieben!“ Ich binde mir einen Gurt um und ziehe mein Rad an der Sattelstütze weiter. Das ist jetzt nicht wirklich leicht, aber ich kann meine Arme entlasten, denen langsam die Kraft ausgeht. Als ich wiederholt mit dem rechten Bein gegen die linke Pedale stoße denke ich wieder an einen Tipp von Josef und schraube die linke Pedale ab und verstaue sie in den Packtaschen. Das erleichtert mir die Schieberei noch mal erheblich.

Zwischen Nýidalur und der Askja

Sandfläche mit Lavabrocken gesprenkelt

Selbst diese Wüste ist abwechslungsreich. Nach dem glatten tiefschneeartigen Teil kommt eine Fläche, die mit bizarr geformten scharfkantigen Lavabrocken übersät ist.

Jörg zwischen Nýidalur und der Askja

Endloses eindrucksvolles Nichts

Nach links geht es auf die Gæsavatnaleið sýðri

Nach geschlagenen sieben Stunden komme ich am Abzweig zur sýðri an. Ich habe kaum Pausen gemacht und mich recht konstant mit durchschnittlich vielleicht 2,5 km/h bewegt. Dass die Strecke bis hier so lange dauert habe ich nicht erwartet und auch so nicht eingeplant. Ich bin noch fit, fühle mich gut und bin bei bester Laune aber ich bin zu langsam. Es ist jetzt 10:15 Uhr und ich rechne nicht damit die jetzt folgenden 7 Kilometer bis zur ersten Schwemmlandfläche deutlich schneller unterwegs zu sein. Bis ungefähr um 12:00 Uhr sind die Flächen normalerweise gut zu durchqueren, danach werden sie vom abfließendem Schmelzwasser überflutet. So wirklich richtig kann ich mir derzeit unter den Bedingungen dort noch nichts vorstellen, aber ich weiß, dass ich alles daransetzen sollte so früh wie möglich durch zu sein.

Das etwas verloren in der Landschaft stehende „Gesperrt-Zeichen“ lässt mich noch kurz drüber nachdenken, ob ich jetzt wirklich abbiegen möchte. Ab hier kann ich wirklich nicht mehr mit Autos rechnen. Oben auf den Urdahals gibt es noch ein paar „Spots of Snow“, weswegen Jeeps dort nicht durchkommen. Für mich als Radfahrer haben die Wardens an den Dreki Mountain Huts keine unüberwindlichen Schwierigkeiten gesehen.

Gæsavatnaleið sýðri

Ab hier fällt mir das Schieben deutlich leichter, aber fahren kann ich definitiv noch nicht. Hätte ich breitere Reifen wäre es vielleicht möglich, hätte es in den letzten Wochen irgendwann mal geregnet vielleicht auch, aber so bleibt mir nichts anderes als weiterzuschieben. Immerhin komme ich jetzt deutlich schneller voran.

Schwemmland auf der Gæsavatnaleið sýðri

Ich erreiche die erste Schwemmlandfläche um 12:15 Uhr. Das ist viel zu spät, aber ich habe Glück, die ca. 500 Meter breite Fläche stellt sich als leicht feuchtes „Flussbett“ mit festem glattem Untergrund dar. Ich kann hier sogar endlich wieder fahren. Am Ende der Fläche ist ein kleines Rinnsal, gerade so groß und tief, dass ich mir meine Furtschuhe anziehen muss. Ich bin erleichtert, wenn hier um 12:00 Uhr noch gar nichts ist, dann können die beiden noch folgenden Schmelzwasserabflüsse auch nicht wild werden.

Denkste! Das ich mit dieser Einschätzung völlig falsch liege weiß ich im Moment noch nicht.

kleines Rinnsal Schmelzwasser in der ersten Schwemmlandfläche

Auf den nächsten 3,5 Kilometern bis zur zweiten Schwemmlandfläche lasse ich mir wieder etwas Zeit, muss auch wieder teilweise schieben und gönne mir sogar eine kurze Pause. Um 13:30 Uhr bin ich dort sehr überrascht wie nass es hier ist. Zunächst mache ich mir über die zahlreichen Rinnsale keine Gedanken. Bis ich, während einer kurzen Trink und Fotopause beobachte wie das Wasser um mich herum steigt. Ständig verbreitern sich die Rinnsale und es bilden sich neue. Ich stehe keine fünf Minuten an einer Stelle und ich kann zusehen wie das Wasser um mich herum mehr und mehr wird. Wer schon mal bei kommender Flut im Wattenmeer unterwegs war kann sich die Situation ungefähr vorstellen. Ich habe keine Ahnung wie breit diese Fläche ist und was mir noch mehr Sorgen bereitet ist, dass auf meiner Strecke noch eine dritte Fläche dieser Art folgt.

Ich beschleunige also wieder meine Schritte und muss bereits in der zweiten Schwemmlandfläche stellenweise durch Wasser das mir bis zur Unterkante meiner Radtaschen reicht. Mit zunehmender Sorge beobachte ich, wie das Wasser kontinuierlich weiter steigt.

Schwemmlandfläche 13:30 Uhr

Schwemmlandfläche 13:30 Uhr

Schwemmlandfläche 13:30 Uhr

Erstmal wieder auf trockenem Untergrund

.. und auch gleich trockener Sand in der Luft

Zweite und dritte Fläche sind nicht klar voneinander getrennt. Ein kurzes Stück staubig trockener Piste, die vermutlich gelegentlich auch mal überflutet wird und von Wind und Wasser glatt gefegt wurde und schon gibt es wieder nasse Füße. Meine Sicht ist jetzt leider durch einen aufkommenden Sandsturm eingeschränkt und der Wasserstand ist noch mal deutlich höher. Ich wate in eine große, fließende und steigende Wasserfläche hinein ohne eine Ahnung zu haben wie breit dieser „Fluss“ ist.

Nach einiger Zeit, ich kann nach hinten blickend schon lange keine nicht überflutete Stelle mehr entdecken taucht vor mir gewissermaßen ein „Fluss“ im „Fluss“ auf. Schnell fließendes, trübes, Wellen schlagendes, spritzendes und rauschendes Wasser. Dieser „Fluss“ ist ganz schön breit, so richtig kann ich eine andere Seite nicht ausmachen und dort wo ich vermute, dass es wieder flacher wird, ist natürlich immer noch Wasser. Unter normalen Umständen würde ich vor solch einer Furt mein Rad ablegen und erstmal probeweise durchlaufen um Wassertiefe und Bodenuntergrund zu testen und um ein Gefühl für die an meinen Beinen reißende Kraft des Wassers zu bekommen. So kann ich abschätzen ob ich mein Rad bepackt durchschiebe oder ob ich meine Taschen einzeln rübertrage.

Ist es mir zu viel, erscheint es mir zu riskant, würde ich vor der Furt warten, vielleicht kommt ein Jeep und nimmt mich mit rüber und wenn nicht, dann wird die Furt am nächsten Morgen mit Sicherheit leichter zu queren sein.

Das funktioniert hier alles nicht. Es wird kein Auto kommen, ich kann hier nicht warten. Ich kann mein Rad nicht ablegen und die Taschen schon gar nicht. Wenn ich mein Rad hier ablege und länger alleine lasse treibt es vermutlich ab. Die Taschen einzeln rübertragen und ablegen ist völlig ausgeschlossen. Soweit ich sehen kann ist um mich herum nur Wasser, da ist kein Fleckchen wo ich die Taschen ablegen könnte, ich kann mir nicht mal mehr die Hose ausziehen und verstauen damit diese nicht nass wird. Zurück bis zu einer trockenen Stelle ist mir viel zu weit und kostet auch zu viel Zeit, schließlich steigt das Wasser ständig weiter. Vielleicht hat sich hinter mir inzwischen sogar schon eine ähnlich tiefe Stelle gebildet.

Aus dem Wasser ragen Markierungspinne heraus. Vor der tiefen Stelle ist einer und ein Stück dahinter sehe ich auch einen. Ich wähle einen Weg im spitzen Winkel gegen das strömende Wasser um besseren Halt zu haben, damit das Wasser nicht zu stark an meinem Rad zerrt. Der Untergrund ist flach und glatt, mit plötzlichen tiefen Stellen oder Steinen muss ich hier nicht rechnen. Das ist schon mal gut.

Langsam, vorsichtig und konzentriert stapfe ich durch das Wasser. Das an meinen Beinen hochspritzende Wasser durchnässt meine Hose, die bis über die Knie hochgekrempelt ist vollständig. Das Wasser zerrt ganz ordentlich an meinen Beinen und meinem Rad. Das Wasser spült den sandigen Boden unter meinen Füßen weg und ich muss ein paar Mal sehr aufpassen nicht den Halt zu verlieren. Ich bin mir gar nicht so sicher, ob ich überhaupt wieder auf die Beine komme wenn ich jetzt hinfallen würde. Aber ich komme durch, es folgt ein normal überflutetes Stück und noch eine Stelle mit tieferem Wasser, die aber etwas leichter zu queren ist.

Dann wird es wieder flacher und irgendwann ist der Boden wieder trocken. Sehr bald wird der Boden so trocken, dass der Sandsturm, der meine Sicht schon eine ganze Weile einschränkt unangenehm wird. Meine Kamera packe ich schon wegen dem feinen Sand nicht mehr aus. Der Sand kommt natürlich, um mir die jetzt wasserfreie Strecke nicht ganz so leicht zu machen, direkt von vorne und setzt sich störend in meine Augen. Die Sicht wird schlechter und schlechter. Die dünnen Fahrspuren sind schnell zugeweht sind kaum noch zu erahnen, die Markierungspinne stehen zu weit auseinander und verschwinden im aufgewirbelten Sand. Jetzt bin ich wirklich froh, dass ich die Strecke auf GPS habe und einer deutlichen schwarzen Linie auf meinem Garmin etrex folgen kann, während ich angestrengt nach Markierungspinnen Ausschau halte. Eigentlich geht die Strecke ja fast nur stur geradeaus, auch ohne GPS hätte ich hier wohl kaum die Orientierung verlieren können, aber bei den derzeit herrschenden Bedingungen ist dieses technische Hilfsmittel wirklich sehr beruhigend.

Der aufgewirbelte Sand wird irgendwann weniger und versiegt völlig als der Ansteig auf den Urdahals vor mir auftaucht.

Dem Gletscher zu meiner linken schenke ich wenig Beachtung

Am Fuß zum Urdahals

Sandsturm und Schwemmlandfläche überstanden: Eigentlich bin ich sehr glücklich, erleichtert und zufrieden, ich kann es grad nur nicht so zeigen

Ab hier könnte ich wieder gut zelten. Ich habe wieder festen Untergrund, Steine zum Beschweren und egal wie hoch das Wasser steigt, hier erreicht es mich nicht mehr. Jetzt wo ich es bis hierhin geschafft habe möchte ich aber auch noch bis zur Kistufell Hütte von der eigentlich alle sprechen die hier schon mal durch sind. Also mache ich mich nach einer kurzen Pause an den steilen und steinigen Anstieg.

Die Strecke ist rauh aber schön, ich bin wieder völlig entspannt. Hier kann ich überall übernachten, bis hier war Pflicht, die Strecke bis Kistufell ist jetzt mehr oder weniger Kür, aber eine Kür, die ich mir jetzt in den Kopf gesetzt habe. Es wird kälter und Wolken ziehen auf, schon bald sorgt ein kalter feiner Regen für zusätzliche Abkühlung und es dauert nicht lange und mir schwinden die Kräfte. Ich merke, dass der Tag heute mich an meine Grenzen gebracht hat. Ich hoffe auf einen ruhigen Schlaf in der Hütte und mag heute kein Zelt mehr aufstellen, also kämpfe ich mich langsam weiter durch die Geröllwüste.

Urdahals

Zwischen den Steinen leben hier sogar schon wieder Pflanzen.

Stengelloses Leimkraut

gemeine Grasnelke

Gæsavatnaleið sýðri: Urdarhals

Gæsavatnaleið sýðri: Urdarhals

Gæsavatnaleið sýðri: Urdarhals

Gæsavatnaleið sýðri: Urdarhals

Ich erreiche die Hütte um 18:30 Uhr, ich habe heute also in 14 Stunden ohne nennenswerte Pause gerade mal 50 Kilometer geschafft. Zur Hütte geht es ein kurzes Stück bergauf. Ich merke, dass ich wirklich am Ende meiner Kräfte bin, bepackt kriege ich mein Rad hier nicht mehr hochgeschoben.

Die Hütte ist verbrettert, was mich kurz schockt bis ich sehe, dass die Bretter mit Keilen befestigt sind und sich leicht lösen lassen.

So entkräftet wie ich bin muss ich jetzt dringend dafür sorgen, dass ich warm bleibe. Ich wechsel alle nass oder schweißfeucht gewordenen Kleidungsstücke und ziehe mir alles an was ich dabei habe. Besonders froh bin ich jetzt über meine Thermohose und meine Daunenweste. Ich esse reichlich und freue mich noch eine Weile, dass ich heute alles so gut gemeistert habe und verkrieche mich dann ganz schnell in meinen Schlafsack.

Kistufell Hütte am nächsten Morgen

Die Bedingungen auf der Gæsavatnaleið sýðri können je nach Wetter sehr unterschiedlich sein. Bei hohen Temperaturen schmilzt der Gletscher stärker und damit entsteht mehr Schmelzwasser, hat es lange nicht geregnet ist der Sand trocken und weich, Wind in den letzten Tagen kann die Strecke verweht und unkenntlich gemacht haben. Gegenwind kann hier zusätzlich bremsen was hier keiner brauchen kann und viel Sand aufwirbeln. Die Wettervorhersage ist für die Tour ebenso wichtig wie genügend Wasser im Gepäck.

Streckeninfo:

Ab Dreki sind die ersten 7 Kilometer gut zu fahrende Piste.

gute Piste auf den ersten 7 Kilometern

Dann folgen 14 Kilometer Lavasand bis zum Abzweig auf die Südroute. Je nachdem wie feucht der Sand ist, lässt es sich auf der Strecke mehr oder weniger gut schieben und mit viel Glück vielleicht auch fahren. Je trockener desto mühseliger.

14 Kilometer Schiebestrecke

Die folgenden 7 Kilometer bis zur ersten Schwemmlandfläche sind vergleichsweise angenehm, aber immer noch sandig.

7 Kilometer sandige Piste

Die erste Schwemmlandfläche ist ca. 500 Meter breit. Der Wasserstand hängt von der Uhrzeit und ein wenig von den Tagestemperaturen ab und variiert zwischen feucht und Furt.

Schwemmlandfläche feucht

Nach ca. 3,5 halbwegs gut befahrbaren Kilometern liegt die nächste Schwemmlandfläche auf der Strecke.

Schwemmlandfläche deutlich angestiegener Wasserstand

Im Laufe der danach folgenden 7 Kilometer muss noch eine und wirklich sehr ausgedehnte Schwemmlandfläche durchquert werden.

(Von der „Schwemmlandfläche Furt“ konnte ich kein Bild machen, da ich mit bepacktem Rad durch knietiefes reißendes Wasser watend keine Hand frei hatte für die Kamera. Und auch keine Zeit, da der Wasserstand kontinuierlich weiter anstieg und ich nicht wirklich erkennen konnte wo diese lange Furt endet.)

Jetzt folgen noch ca. 9 Kilometer durch das steinige und hügelige Gebiet des Urdarhals bis zur Kistufell Hütte.

steil und steinig

Die ganze Strecke von der Askja bis zur Kistufell Hütte ist ca. 50 Kilometer lang und auf der gesamten Strecke gibt es keine Chance trinkbares Wasser zu finden. In den Schwemmlandgebieten gibt es zwar mehr Wasser als zu wünschen wäre, aber das Schmelzwasser vom Dyngjujoekull, einem Teil des Vatnajoekull, ist eine trübe Sedimentschlempe die kaum trinkbar ist. Im Bereich der Kistufell Hütte besteht die Chance Wasser bzw. Schnee zu finden, was aber nicht immer so ist.

Kistufell Hütte

frisches Wasser

Von Kistufell bis zu den Gæsavötn sind es noch mal ca. 19 Kilometer. Die Strecke ist überwiegend gut zu fahren, bietet eine tolle Aussicht und es geht, nachdem der höchste Punkt der Strecke auf ca. 1140 Metern überwunden ist, wieder abwärts. Auf der Strecke können aber auch zahlreiche schmelzende Schneefelder dieses Stück zu einer nassen, matschigen und anstrengenden Etappe machen.

Piste Kistufell -> Gaesavötn

Vorsichtig rollen lassen

Schneefelder auf der Strecke

Ein paar kleinere Schwemmlandflächen und ein oder zwei Furten liegen auf der Strecke.

Furt zwischen Kistufell und Gaesavötn

überschaubare Schwemmlandfläche

An den Gæsavötn gibt es Wasser und Grün und eine zeitweilig bewohnte Hütte.

Gaesavatn Hütte (Privat)

Camp an den Gaesavötn

Nochmal ca. 37 Kilometer und zahlreiche Furten weiter ist das Ziel (Nýidalur) erreicht. Die Furten sind teilweise unproblematisch, zwei bis drei der Furten können, je nach Wasserstand und Tageszeit durchaus kritisch werden.

An den Dreki Mountain Huts besteht die Möglichkeit seine Reiseabsicht bekanntzugeben. Dort trägt der Hüttenwart die wichtigsten Daten ein. Also Startdatum, Route (Nord oder Süd), geplante Ankunft in Nýidalur. Bei Ankunft in Nýidalur gibt der dortige Hüttenwart bei der Askja Bescheid, dass wieder einer seine Reise glücklich beendet hat und die können dann den Eintrag aus ihrer Liste streichen. Wenn das OK von Nýidalur nicht kommt fällt das auf. Ein beruhigendes System.

Die Wardens von Nýidalur und Dreki wissen auch über den akutellen Streckenzustand bestens Bescheid und natürlich gibt es dort auch Wetterinfos.

Höhenmeter Gæsavatnaleið sýðri: Askja -> Nyidalur

6.07.2012 – 16.07.2012

Nach 15 Stunden Bahnfahrt bin ich, etwas gerädert in Hirtshals. Es ist schon dunkel und ich suche mir möglichst zügig einen Schlafplatz im Wald. Der Platz ist schön aber bei der extrem hohen Mückenbelastung und meinem Schlafbedürfnis verziehe ich mich umgehend ins Zelt.

Camp in Hirtshals

Drei Tage, die mir nicht lang werden darf ich jetzt hier an der wunderschönen Nordküste Dänemarks auf die Norröna warten. Es gibt wirklich schlimmeres.

Kaffeewasser kocht gleich

Treibgut

Einfach genießen

Hafen Hirtshals

Und jetzt fahr ich übers Meer, übers Meer

Flugbegleitung

Einfahrt in den Fjord Seyðisfjörður bei freundlichem Wetter

Isländische Küste bei der Einfahrt in den Fjord Seyðisfjörður

Isländische Küste bei der Einfahrt in den Fjord Seyðisfjörður

Auf der Überfahrt mit der Norröna lernt man immer andere Reiseradler kennen. Ähnliche Interessen und fast drei Tage Zeit während man übers Meer schaukelt sind ein perfekter Mix für angenehme und interessante Gespräche. Nachdem ich mich von den beiden Schweizer Radfahrern Adrian und Anita bei einem kräftigenden Frühstück verabschiedet habe, mache ich mich daran den ersten Pass zu erklimmen.

Gufufoss

Uferschnepfe

Islandschafe

Am Lagarfljót treffe ich Jos wieder. Eine holländische Radfahrerin, die erst auf den Färöer zugestiegen ist. Sie hat Vollverpflegung für ihre gesamte Reisedauer (drei Wochen) dabei. Sie will auf derselben Strecke zur Askja wie ich, ist aber etwas langsamer unterwegs. Ich habe es im Moment recht eilig. Der Wetterbericht sieht derzeit super aus, wenn sich das Wetter noch ein wenig hält und ich zügig an der Askja ankomme, habe ich gute Chancen die Gæsavatnaleið sýðri fahren zu können. Nach einem gemeisamen Camp am Lagarfljót schwinge ich mich sehr früh am nächsten Morgen wieder aufs Rad

Furt auf der F910 Richtung Askja. Ich hab soo ein Glück mit dem Wetter!

Islandschafe die ein bisschen chillen am Ufer

Bei den Temperaturen macht das Furten Spaß

... und das Campen auch. Ich hab aber auch ein Glück mit dem Wetter.

F910 Richtung Askja

Jörg freut sich über das tolle Wetter auf der F910 Richtung Askja

Furten wirken wie Oasen in der Wüste

Die Orientierung ist kein Problem dank der guten Beschilderung

Furt auf der F910

Für den Fluss gibt es zum Glück eine Brücke (Kreppa)

Camp an der Kreppa-Brücke

Die F910 bis zur Kreppa-Brücke ist ein Traum vor allem bei dem super Wetter. Die Piste ist gut zu fahren, zwischendurch gibt es grüne Abschnitte und die Furten sind bei den warmen Temperaturen überhaupt kein Problem. Auch lassen sich alle Furten mit bepacktem Rad schiebend durchqueren, ich muss also nicht meine Taschen einzeln rübertragen.

Magische Strecke

Wooowohuuuu

Schon ein kurzes Stück vor der Kreppa-Brücke verändert sich die Strecke, wird mystisch, schwarz, farbig und … sehr sandig.

Der große schwarze Sandkasten bremst meine Durchschnittsgeschwindigkeit etwas

Auch hier gibt es zum Glück eine Brücke (Jökulsá á Fjöllum)

Ankunft an den Dreki Mountain Huts

Herðubreið der Sitz der Götter

Die Götterburg Asgard steht hier in Island. Der Tafelvulkan Herðubreið, die Königin der Berge ist schon auf dem Weg zur Askja mein häufigstes Fotomotiv gewesen. Hier erfahre ich jetzt, dass dort die nordischen Götter wohnen. Ich hab gleich gewusst, dass der Berg etwas ganz besonderes ist. Einen besseren und würdigeren Wohnort hätte Odin sich kaum aussuchen können.

Dreki

Auf dem Askja-Drekagil-Trail

Öskjuvatn... ist das ein Wetter!

Badetemperatur 22°C

Jörg im Wunderland

Im Gespräch mit anderen Badegästen

Öskjuvatn und Víti

Der Vulkan Askja mit dem eiskaltem, 220 Meter tiefem und leuchtend blauem Kratersee Öskjuvatn und dem kleinem, milchigem, 22°C warmem und nach Schwefel stinkendem Badesee Víti (Hölle) gehört für mich zu den faszinierendsten Orten Islands. Es ist wirklich was ganz Besonderes hier in dieser gewaltigen Kulisse schwimmen zu gehen.

Nachdem ich hier im Zauberland der Götter spazieren gewesen bin und in der Hölle schwimmen war, bin ich genau in der richtigen Stimmung, morgen früh die abenteuerliche Tour über die Gæsavatnaleið sýðri zu starten.

Isländische Küste bei der Anfahrt mit der Norröna

Schiffsbegleitflieger

Uferschnepfe am Lagarfljót

Erste kleine Furt auf der Piste F910 Richtung Askja

Islandschafe

Camp auf der F910 kurz vor Brú

F910

Jörg auf der F910

Furt auf der F910 Richtung Askia

Camp nahe der Kreppa-Brücke vor Krepputunga auf der F910

Piste durch Vulkanlandschaft: F910 Richtung Askja

Herðubreið von Krepputunga (F910) aus gesehen

Jörg am Öskjuvatn

Víti und Öskjuvatn

In der endlosen Sandwüste auf der Gæsavatnaleið sýðri Hier noch auf dem gemeinsamen Stück mit der Nordroute südlicher der Askja

Unterwegs auf der Gæsavatnaleið, an fahren ist nicht zu denken

Meter für Meter schiebe ich mein Rad durch den Sand. Durchschnittliche Geschwindigkeit 2 km/h auf 14 Kilometern

Nach dem Abzweig auf die Gæsavatnaleið sýðri wird das Schieben leichter und schneller

Die Schwemmlandgebiete auf der Gæsavatnaleið sýðri: Immer wieder durchquere ich fließende und zügig steigende Wasserflächen von mehreren hundert Metern

Im Sandsturm

Schwemmland und Sandsturm überstanden: Innerlich bin ich sehr glücklich und zufrieden, ich kann es grad nur nicht so zeigen.

Wunderbare Aussicht vom höchsten Punkt den ich in Island bisher erreicht habe

... und eine wunderbare Abfahrt

Auf der F821 Richtung Akureyri

Auf der F821 Richtung Akureyri: Fluss und Piste sind kaum auseinander zu halten

Regenbogen über dem Eyjafjörður

Übernachtung in alter Schaf-Sortieranlage auf der F586

Blindhaedir

Hraunfossar

Auf der Kaldidalur

Strokkur

Frostastaðavatn

Langisjör

Die Sicht ist eingeschränkt: Wind und Sand kommen zum Glück nicht von vorne

eindrucksvolles Nichts

verpackt für den Sandsturm

Jökulsárlón

Singschwäne

Hier wohnen Elfe und Trolle